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der Senkung fände wie im S. G. in den 294 vv. habe ich ge-zählt W + S = 42 (W = 13; S = 29)'). wir stehen hier alsodurchaus auf dem boden der epischen technik. auch sonsthat das gedieht nichts mit einem leicli gemeinsam, wie wirsolche bei Gutenburg, Rugge, Walther haben, ungleiche Stro-phen haben diese auch, aber dieselben nehmen doch nichtnach einem deutlich wahrnehmbaren princip regelmäszig ab;im gegenteil wird bei einer Zweiteilung im ganzen, völlige Un-gleichheit der Strophen im einzelnen gesucht, sei es in vers-oder strophenlänge. — das werk ist also im gründe zu denepischen zu stellen: darauf weisen auch schon die darin aus-,scldieszlich angewanten epischen kurzverse hin: 4 — und 3^ 2 ).der rein minnigliche inhalt hat aber einflüssen der lyrischentradition eingang verschafft, die sich in den Uberschlagendenreimen vor allem kund tun. in dieser bezieliung läszt sichdas werk mit II. Kl. vergleichen, in welcher der dichter ja auchversuchte von der lyrik zur epik eine brücke zu schlagen,hier gelang es nicht, weil die formen des höfischen epos hin-ter denen der lyrik noch zu weit zurück waren, im S. G.sehen wir dagegen eine dichtung die episches und lyrischesin gleicher weise vereinigt, und dasz es dem dichter gelangdiese Vereinigung durchzuführen, beweist, dasz dasselbe ineine ziemlich späte zeit gehört.
Man darf darum auch die abschnitte dieses gediclitesnicht ohne weiteres den lyrischen Strophen gleichsetzen; essind reimabsclinitte, mit deren ende gerade im gegensatz zumanchen leichen immer ein sinnesabsclmitt zusammenfällt 3 ),die gründe, die Haupt zu Lachmanns ansicht bekehrt habensind die verse des habe ich selten gelfen sanc (1713) und dem(got!) sage ich unde singe (1868), welche nach Lachmann ge-sang des ganzen andeuten, diese behauptung bedarf keinerWiderlegung.
Ist also das S. G. eine selbständige dichtung und kann
9 ich setze hier die in abschnitt IV angegebenen iinderungen anHaupts text voraus. 2 ) freilich sind die verse nicht solche, wie sieGottfried oder Wolfram bauen; sie stehen unter dem einflusz romanischerVorbilder, wie ich später in einer Untersuchung über die nachahmungromanischer verse im deutschen noch zeigen werde. s ) Lachmann kl.sehr. I, 325 u.