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Hartmann von Aue als Lyriker : eine literarhistorische Untersuchung
Entstehung
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Es ist also das gepräge durchaus unhartmannisch. es be-stätigt sich im wesentlichen, was Sclireyer 1 ) sagt: ,wir findenähnliches bei Hartmann, aber nicht in solcher fülle 1 , damitfällt auch der letzte grund hin, das werk dem Auer zuzu-schreiben. der Verfasser des büchleins hat sich an Hartmannund wohl auch an Gottfried gebildet, er hat die bei demersteren vorhandenen elemente aufgegriffen und in rhetorischerweise in Gottfrieds manier übertrieben, aber ein echternaclitreter dieses sein geistreiches Vorbild nicht erreicht,so dasz das ganze einen wenig erfreulichen, geschraubteneindruck hervorbringt.

Anhangsweise möchte ich noch bemerken, dasz H. zs. II,187 ein fragment abgedruckt ist, welches in seinem ganzenton sehr an das büchlein erinnert, es finden sich auch z. t.recht auffallende wörtliche Übereinstimmungen mit demselben,das fr. steht in seiner lis. unmittelbar vor dem Iwein. mitbüchlein 69 ff. vgl. fr. (s. 187) swenn ein wol bescheiden man jder bescheidenlichen dienen chan \ beidiu muot unde lip \ leitan ein bescheiden mip. smen des . . . (vgl. büchlein v. 80).auch die mtsen treten im fr. auf: daz heizent ouch die rvisensin. dasselbe verbreitet sich Uber die weiber, und die frage(s. 188): so spricht manegiu, vunde ich den . . . klingt an anbüchlein v. 536: so sprach disiu, dm sin . . . fr. s. 188: so magir nimmer missegän büchlein 617: si jehent, im müge nihtmissegän. fr.: si sol doch ungelücke hän. büchlein 624: so istein ungelücke däbi.

Die auffallenden Übereinstimmungen erklären sich vielleichtschon daraus, dasz beide gedichte einer zeit angehören und ausderselben tradition schöpfen, entlehnung wäre nicht ausge-schlossen. vielleicht hat der dichter des büchleins wie Hart-mann, so auch noch andere autoren 2 ) ausgeschrieben, die wirnur nicht kennen. eine feste datierung vermag ich nichtzn geben, das büchlein wird nach Liehtensteins büchlein etwa1230 entstanden sein.

*) s. 47. 2 ) ygl. büchlein 725/6 = MS1I. I, 205 str. 3 (Burkard

v. Hohenfels, bezeugt v. 122629); der entlehnende ist natürlich derautor unseres büchleins, der sich so als coinpilator enthüllt,