Druckschrift 
Hartmann von Aue als Lyriker : eine literarhistorische Untersuchung
Entstehung
Seite
58
Einzelbild herunterladen
 

58

elich hirdt, der dichter des büchleins ein wohl geziemendesminneverliältnis. 1 )

Zu diesen gründen treten andere, formeller art:

191 verteile [verurteilen] nie im Iwein, Gregor, armen Heinrich.174. 180. 216 fruot; nur H. Kl. 349, 859 ( unfruot ). 1242 ( vruol );dann verschwindet das wort.

742 den vuoz suochen nur im Erec (zb. 6053). später (Iwein)andere Wendungen mit vollen, vgl. Benecke WB. z. Iw. s. v.

5. Was nun dasdas unverkennbare gepräge Hartmannsanbetrifft, so will ich nicht wiederholen, was darüber schonvöllig richtig von Bech 2 ), Sclireyer 3 ) und besonders Kauflf-mann 1 ) (der auch Jakob ausreichend widerlegt) vorgebrachtworden ist. nur noch einige einzelheiten sollen nachgetragenwerden.

v. 74: schepphen = machen braucht Hartmann nicht, sondernschaffen vgl. Iwein 5004. Gregor 241. schepphen ist beiHartmann nur = schöpfen, in erster bedeutung haben wirdas wort hei Gottfried Trist. 21. 136. 10116.v. 19: Hartmann braucht sunne nur als fern.

Gar nicht finden sich bei Hartmann nach meinen beob-achtungen folgende Wörter, bedeutungen oder constructionen:baldelichen (Bech conj.) 214.

sich beginnen (v. 8), aber Kröne 378. vgl. Berl. heldenb. bd. Y,s. XXI.

büechel (811). dies darum nicht, weil die büchlein erst späterauftreten; die ältesten datirbaren sind die Liehtensteins (an-fang des XIII. jahrh.). sie sind auf roman. einflusz zurttck-zufüliren. 5 )

dro (381. 396. 728) = gegenständ der furcht, diese bedeutungscheint eine spätere zu sein, sie findet sich auch S. G.1909. auch der begriff der worte smach (287) smachheit(502) liegt den entsprechenden nhd. Worten schon sehr nahe:die betreffenden gegensätze zu swcere und vestes herzenfordern die bedeutung , schwächlich 1 mit dem nebenbegriffder geringsclnitzung. diese neue bedeutung kennt Hartmannnoch nicht.

9 denn das ist, wie v. 77, dann 7985 beweisen, damit gemeint.

2 ) II, 116. 9 s. 46. 9 s. 63 ff. 5 ) vgl. büchlein 811 mit

P. Meyer, le salut damour s. 20 z, 43: chan^on va-t-en et se li di u. s.w.