52
nach sämtlichen werken Hartmanns gedichtet seinmusz.
2) dasz die von Paul vermutete reihenfolge der epi-schen dichtungen Hartmanns richtig ist: Erec,
Iwein, Gregor, armer Heinrich.
Dem scheinen die zahlen für H. Kl. zu widersprechen, dadieselben auffallend günstig sind, doch man betrachte dieelemente, aus denen sie gewonnen sind:v. 1—400: W = 31, S = 54. W ist also sehr bedeutend kleinerals S, so wie am ende obiger reihe; aber schonv. 400—800: W = 56, S = 50. die beseitigung der einsilbigentakte ist also im anfang recht gut gelungen und zwar heiden W in vollkommnerer weise als hei den S, nach deroben besprochenen regel. allein der dichter hat etwas durch-zuführen begonnen, wozu ihm die kraft noch fehlt, von 100zu 100 versen kann man ein zurückgehen von diesem hö-heren Standpunkt an der gegenseitigen annälierung beiderzahlen (für W und S) beobachten, bald sind sie völlig gleich,dann aber fangen die W an zu Uberwiegen:v. 800—1200: W = 67, S = 63. und endlichv. 1200—1644: W = 69, S = 57.
Charakteristisch ist also hier das allmähliche anwachsender W und S, und zwar so, dasz die ersteren die letzterenallmählich überflügeln; im durclisclmitt stehen sie sich dannin gleicher zahl gegenüber, diese erscheiuung kehrt in ähn-licher weise nur im Erec wieder, wo sogar die W etwas inder überzahl sind, von da sehen wir eine scharfe trennungbeider eintreten, die erst gegen ende der reihe etwas wenigerschnell fortschreitet (vgl. columne S — W). nach diesem krite-rium, auf dessen Wichtigkeit schon oben hingewiesen ist unddessen bedeutung aus der tabeile ersehen wird, fällt II. Kl.ganz in die nähe des Erec, weil trotz der günstig scheinendenZiffern so viel klar ist, dasz ein gefühl für den unterschiedder W und S noch nicht besteht, zum mindesten noch nichtdie kraft, diesem gefühl ansdruck zu verleihen, dieses brichtsich vielmehr erst im Erec bahn: hier überwiegen in den zweiersten Stichproben die S, in den folgenden drei die W, in denletzten zwei wieder beträchtlich die S: es gelingt also Hart-mann, sich wieder auf einen höheren Standpunkt der technik