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In der tat wird man bei der lektüre dieser dichtungen indieser reihenfolge eine zunehmende glätte und lesbarkeit derverse wabrnebmen, eine tatsacbe, welebe ihren zahleumäszigangebbaren grund in der allmählichen abnalime der ein-silbigen verstakte hat. dieselbe wird darum den bestenausgangspunkt für die gewinnung einer Chronologie aller epi-schen dicbtungen darbieten.
Es ist mit recht hervorgehoben worden, dasz in der höfi-schen epik deutlich das bestreben erkennbar ist, den anfangs(und namentlich bei Hartmann) noch etwas unbeholfenen Vers-bau zu glätten und zwar sowohl hinsichtlich des auftakts alshinsichtlich des versinnern. es ist bekannt, dasz in letztererliinsicht der zug der technik dahin strebt, den zuerst ganzfreien Wechsel von einsilbigen und mehrsilbigen takten biszum völlig strengen trochäischen rhythmus zu regulieren. Kon-rad von Würzburg ist der hauptsächlichste Vertreter dieses ex-trcms; er verdient mit recht den namen des deutschen Nonnos. 1 )für die Chronologie der höfischen epen ist also wesentlich, dasverschwinden der einsilbigen verstakte und ihren ersatz durchtrocliäische zu beobachten, einsilbige flisze können aber ge-bildet werden 1) durch ein selbständiges wort [wir bezeich-nen sie mit W], 2) durch eine silbe eines zwei- oder mehr-silbigen Wortes [diese bezeichne ich mit S].
Von diesen sind es, wie natürlich, die ersteren, welche demvers einen besonders zerhackten und holperigen Charakter ver-leihen. begreiflicher weise muszte sich darum zuerst für dasunschöne dieser takte ein gefiihl bei den dichtem einstellen,da sie zudem am leichtesten durch synomyna, flickworte u. a.zu umgehen waren, so wird der ersatz durch trochäen beiihnen zuerst sichtbar werden, viel schwieriger war es wegender vielen worte mit zwei zusammenstoszenden tönen (1 _1im deutschen die S zu vermeiden; auch wirkten diese akustischweniger häszlicli.' 2 ) eine beseitigung dieser tritt darum vielspäter' ein als bei den W; auch ist diese bewegung zunächstnicht so energisch, das zeitliche Verhältnis des beginns dieserbeiden ausgleichungsprozesse wirkt zb. noch im Parthenopier
J ) Lachmann z. Iwein 33.
2 ) weil wortsclilusz und taktschlusz liier weniger oft zusammenfiel.
Saran, Ilartmann von Aue als lyrlker.
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