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Hartmann von Aue als Lyriker : eine literarhistorische Untersuchung
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zösisch noch nicht lange versteht, ferner musz das gediehtmindestens vor die aufkiindigung des letzten minnedienstes(wenn er deren mehrere gehabt haben sollte) fallen, weilHartmann darin noch ganz im minnedienst steht, er dienteiner dame, welche ihn nicht mag. der leib will darum dendienst aufgeben, das herz aber setzt jenem auseinander, daszdas nicht gehe, der schlusz ist dann, dasz der leib den dienstwieder aufnehmen will, das werk musz daher mindestens vorMF. 208, 20 fallen, an eine aufnahme des Verhältnisses nachder direkten absage der dame ist natürlich nicht zu denken.

Schon in den bemerkungen zu ton VIII ist vermutet, esmöchte die dort vorausgesetzte, gewis längere entfernung mitder reise nach Karlingen in der Klage Zusammenhängen.E. Schmidt>) erklärt dieselbe ohne grund für eine alte reklame.aber warum sollte Hartmann denn nicht mit andern genossenetwa seinen herrn dahin begleitet haben? die kenntnis derfranzösischen spräche, mit welcher er in der Klage und Erecein wenig renommiert, läszt einen besuch in Frankreich nichtunwahrscheinlich erscheinen, in Nordfrankreich hat er wohl auchdas stürmische meer [flut? Kaufmann s. 47J gesehen, dennfür autopsie spricht zwar nicht der ausdruck die da mite ge-wesen sint (Kl. 358. 9) derselbe kann nur heiszen ,die welcheeinmal dabei gewesen sind und die erscheinung gesehen haben 1 wohl aber die ganze art der erwähnung mit ihrem beleh-rend - überlegenen ton (vgl. Er. 1999 ff., wo Uber Connelant inganz ähnlicher weise geredet wird), da nun der dichter inSchwaben das meer nicht sehen konnte, da ferner der anblickdesselben durch eine längere reise 2 ) erlangt worden war, inder klage aber die reise nach Karlingen mit ihrem ergebniseine grosze rolle spielt, so liegt am nächsten beide stellen zucombinieren. was die an der besprochenen stelle erzählte fabelbetrifft, so ist diese, wie Sievers 3 ) zeigt, eine traditionelle, alteerklärung der meeresersekeinung, nicht etwa eine erzählungder Strandbewohner. Hartmann mag sie aus einer gelehrten

') QF. 4, 114.

2 ) Hartmann tut sich offenbar auf diese reise etwas zu gute,

3 ) beitr. V. 544,