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vgl. 1. Job. 4, 8: quoniam Deus cbaritas est. ib. 16: Deuscharitas est, et qui manet in charitate in Deo man et.
Di erninne 1 ) wird zuerst als ein ritter eingeführt, welchemHartmann besiegt hat ,Sicherheit 1 gehen müssen, hierdurchist er verpflichtet, jedem ruf derselben als getreuer , dienstmann 1nachzukommen, in diese Situation führen die bekannten 2 )ausdrücke v. 9. 10. 12. wann ist das geschehen, wann hatHartmann — um das hild aufzugehen — Gott sein wort ge-geben V doch gewis hei der kreuznahme. wodurch bezwangihn aber die minnc, wodurch wurde er zu dem geliibde eineskreuzzuges getrieben V darauf antwortet der dichter selber210,23: der tod meines herrn hat mich der weit entfremdet:durch eine kreuzfahrt will ich nun für das heil meiner seelesorgen, der tod seines herrn ist also der schlag, mit welchemihn die minnc im ritterlichen zweikampf niederstreckte, sodasz er ihr treue schwören muszte. in dem eitlen dienst derweit hatte er sich ihr bis dahin immer widersetzt, :t ) mit ihralso gleichsam im kampf gelegen, dieser kampf ist nun ent-schieden durch den tod des herrn: derselbe wird anlasz zurkreuznahme, und die kreuznahme ihrerseits ist wieder dergrund, der den dichter im vorliegenden liede zum aufbruchzwingt, denn nach einiger zeit des Wartens ergeht der rufder minnc , seines dienstherren, Uber das rneer an llartmanu,zu hilfe herbeizueilen: Gott, in seiner bürg Jerusalem von denheiden überfallen, läszt [durch den kaiser] die mit dem kreuzbezeiehneten ritter, seine dienstmannen, zum abzug nach demheiligen lande auffordern. Hartmann kann seinem eide sichnicht entziehen: er nmsz unwiderruflich fort.
Alles dieses setzt Hartmann im augenblick des scheidensseinen freunden und verwandten, die betrübt um ihn herum-stehen, auseinander, er tröstet sie mit hiuweis (str. 2) aufdas schwierige aber ehrenvolle seines dienstes. hierbei istder oben schon berührte doppelsinn seiner worte wohl zu be-achten. er redet von minnc und denkt, wie wir sahen, selbernur an die Gott-minne; seine freunde aber denken an eine
9 liier = Gott; doch denkt der hürer natürlich nur an die machtder frau Minne, au ein minneverhältnis. 2 ) vgl. Er. 1011. Iw. 3776.
3 ) vgl. 210, 11 ff. 23 ff.