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um einen gedanken, um eine Situation oder ereignis; meistgehören sie zu einem ton und schon diese beohachtung isteine stütze für die später aufzustellende behauptung, dasz heiHartmaun die Strophen eines toncs auch in dieselbe zeit fallen.
Auch die schon hei ton II. gemachte bemerkung, dasz dieeinzelstrophe — wie dies ja in der natur der sache liegt —sich gern durch erneute Umschreibung des namens der damekenntlich mache, wird durch die vorliegenden Strophen be-stätigt. vgl.
207, 24: ir . . . der ich manic jär gedienet hän
207, 39: ir . . . diu mich ir dienen hiez
208, 8: ir . .. der ich ie mol gesprochen hän(208,32: diu... der ich daher gedienel hän)
typische Wiederholungen, die in einem lied keinen zweckhätten und störend sein würden.
Es ist also auch für diesen ton das endurteil 1 ) über denersten zu wiederholen.
besondere kunstt'orm der mhd. dichter, die zwischen der einzelstropheund dem lied (im modernen sinn) in der mitte steht, man könnte sie,Strophenkreis 1 nennen, weil der grundgedanke oder die zu gründe lie-gende Situation gleichsam das centrum bildet, um welches sich die imeinzelnen von einander unabhängigen Strophen kreisförmiggruppiren lassen und in welchem sie ihre Vereinigung finden, statt desansdruckes ,lied.* könnte man dann vielleicht , strophenkette“ anwenden,weil ja im ,lied‘ sich eine Strophe an die andere anschlieszt, wie die in-einandergreifenden glieder einer kette, so dasz die Strophen unselbständigsind, danach würde man die Strophen des besprochenen tones I, welcheunliiugbar sehr verwant sind, ebenso unliiugbar aber auch nicht gliedereiner strophenkette (eines liedes) sein können, einen Strophenkreis nennendürfen (mit ausuahme von 200, 10 was doch wohl ausserhalb steht unddann als einzelstrophe im engeren sinn zu bezeichnen wäre), bei dieserannalime würde Paul insofern recht behalten, als wirklich auszer demfortschreitendem gedankengang der strophenkette auch noch der geschil-derte Zusammenhang im strophenkreise als bindemittel mhd. Strophen an-zuerkennen wäre, recht behalten auch in so fern, als eine objcctiv sichereabgrenzuug eines Strophenkreises Schwierigkeiten bereiten dürfte, dieeinzelnen Strophen solcher kreise werden natürlich sich zeitlich nahe ge-standen haben (wie dies bei Ilartmann bewiesen werden kann) undauch nachher alle zusammen vorgetragen worden sein, ohne dasz selbst-verständlich bei der Unabhängigkeit der einzelnen von einander selbstän-dige Überlieferung und besonderer vortrag einzelner Strophen ausge-schlossen sein konnte, auch konnte gewis ein strophenkreis, der bereitseinmal öffentlich vorgetragen war, nachher noch erweitert werden.
') Vgl. o. s. 9.