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in den gedickten minniglichen inhalts kam später mehrstrophig-keit auf; nickt unmittelbar durcli den einfluss des romaniscken,denn Veldeke, Gutenburg u. a. haben nocli vorwiegend ein-stropkige lieder, von denen die kerausgeber von MF. undWaltker aucli für andere dichter späterer zeit noch einige an-erkennen. war also weder in der altheimischen minnepoesiedie anwendung so zahlreicher, mekrstropkiger gedickte be-gründet noch die mehrstrophigkeit der romanischen lieder beider übernähme der troubadourpocsie auch im deutschen durcli-zutüliren, so dasz also minnesinger der Übergangsperiode wieVeldeke und Gutenburg ruhig in der alten weise weiter dich-teten, so weiss man nickt reckt, auf welche weise dichter wiezb. Hausen oder Hartmann dazu gekommen sein sollten, soauffallend viel , lieder 1 anzuwenden, wie es der text von MF.vorschreibt, man erwartet hei dieser Sachlage doch ein all-mähliches eindringen bezw. eine allmählige eutwicklung dermehrstrophigkeit. man wird also den ausgaben der minnesingerin diesem punkt etwas zweifelnd gegenübertreten müssen.
Ausgangspunkt für die entscheidung dieser frage kannnur die Überlieferung l ) der liss. sein, in diesen stehen aber,wie bekannt, die Strophen meist nach tönen geordnet ohneirgend eine andeutuug einer Zusammengehörigkeit oder Selb-ständigkeit eine hinter der andern; vielfach weichen die hss.in der äuordnuug der Strophen ab, öfters sind auch die Stropheneines tones an mehreren orten zerstreut, so zb. bei HartmannC 11 (zu ton I) B 9 (zu ton III). gelegentlich überliefert aucheine hs. mehr Strophen als eine andere, in demselben tone.
Ein zwingender grund Strophen zu einem lied zu ver-einigen besteht also nur
1. wenn der dichter durch äuszere mittel die Zusammengehörig-keit anzeigt [durcli kürner, refrain u. a].
2. wo die einzelnen Strophen für sich kein ganzes bilden können,sondern eine ergänzung fordern 2 ).
3. wenn durch andere, bestimmte Zeugnisse die Zusammen-gehörigkeit erwiesen wird 3 ).
9 vgl. Wilmanns II. z. XIII, 229.
2 ) so ist Hartmann C 21 B 17 (MF. 220, 20) bruchstiick.
3 ) dieser fall tritt bei Hartmann 2 mal ein. vgl. u. s. 1(1.