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Hartmann von Aue als Lyriker : eine literarhistorische Untersuchung
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tact haben, und dasz es der dichter doch nicht für etwasanstösziges hielt, ihn einmal fehlen zu lassen, dieselbe er-scheinung hat er noch 2 mal. vgl. s. 14.

, 18 sit der stünde , daz ich üf mime stabe reit [C, B fehlt],mime braucht man wohl nicht zu beseitigen,mein stab, mitdem ich spielte ist doch lebendiger als (uf) me und auchdem sinne nach unanstöszig.

Für die textbehandlung dieses ersten und der meisten fol-genden töne ist nun ein punkt sehr wichtig, der darum gleichim voraus besprochen werden soll, nämlich das Verhältnis voneinzelstroplie und lied im minnesang.

Es ist bei Untersuchungen über einzelne minnesänger schonmehrfach hervorgehoben, dasz in den geläufigen texten der-selben viele Strophen zu liedern vereinigt sind, die unmöglichvon dem mhd. dichtem verbunden worden sein können, dieherausgeber sind hierbei wohl von der Voraussetzung aus-gegangen, dasz einstrophigkeit der gedickte specifisches kenn-zeichen der ältesten lyrik (zb. des Kürenberc) sei. für das principderselben erklärt sich auch Paul 1 ) und sagt:Die lieder . . .der meisten minnesinger haben in der regel keine durch-geführte gedankenentwicklung. ein logischer Zusammen-hang zwischen den einzelnen Strophen ist sehr oft kaum odergar nicht zu bemerken, jede Strophe könnte für sich ein ganzesbilden, woher es auch kommt, dasz die liss. in der strophen-ordnung so oft von einander abweichen, wenn wir überallda, wo der Zusammenhang fehlt, teilen wollten, so würdenwir noch eine menge einstrophiger lieder bekommen, aberschwerlich würde dies verfahren richtig sein, wir müssen viel-mehr annehmen, dasz auch solche, eines inneren Zusammen-hanges entbehrenden Strophen doch äusserlicli zu einemliede an einander gereiht waren dh. zusammen vorgetragenwurden, über den umfang und die grenzen eines solchen liedesliedes in jedem einzelnen falle zu entscheiden, haben wir keinmittel mehr.

Beide begründungen sind nicht zu billigen, das älteste istder gebrauch der einzelstroplie: so noch hei Kürenberg, Sper-vogel, Meinloh u. a. und so noch in der Spruchpoesie Walthers.

l ) beitr. II. 510.