Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
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Tänzerin? Kommt und nehmt Theil an unserem Mahle,Ihr Ausreißer! man tanzt noch lustiger auf den Wein!"

Unter geht die runde Sonne, heraufkommt der herbst-liche Mond. Tara, tara, rarara, rarara, tarara ra!Wieder Tanz; es ist ein Tanz, oder eine noch munterere,lautere, wildere Bewegung ? Wieste schimmern und blitzendurch die nächtlichen Schatten diese fliegenden Gestal-ten! Welche Verwirrung! welche Ordnung! Ha, dasist der Taranteltanz! Maestro Paolo stampft ihn wacker!viavolo! welche Wuth! die Tarantel hat sie alle gestochen.Tanzen oder sterben; es ist Wuth die Korybantendie Mänaden die ho, ho! noch mehr Wein! derHerensabbat bei Benevento ist ein Spaß gegen dieß!Von Wolke zu Wolke wandert der Mond jetzt schei-nend, jetzt sich verbergend. Dunkelheit, während das Mäd-chen erröthet; Helle, während das Mädchen lächelt.

Fillide, Du bist eine Zauberin!"

vnona notto, lüooollenra; Ihr werdet mich wiedersehen!" -

Ha, junger Mann," sagte ein alter, gebrechlicher,hohläugiger, achtzigjähriger Mann, auf seinen Stab sichstützend,benützt nur recht Eure Jugend. Auch ich hatteeinmal eine Fillide! Ich war damals schöner als Ihr!Ach! wenn man allzeit jung bleiben konnte!"

Allzeitjung!" Glyndonfuhr zusammen, wie er denBlick von dem schönen, frischen, rosigen Gesicht des Mäd-chens abkehrte, und die triefenden Augen, die gelbe ver-schrumpfte Haut, den schlotternden Leib des Alten sah.

Bnlwer's Romane. XO VIII. 6