Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
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der Dampf war nicht dunkel, sondern glich einer Schnee-wolke, welche langsam, in schweren wellenförmigen Hebun-gen und Senkungen, regelmäßig in der Lust dahinschwebt.Eine tödtliche Kälte erfaßte des Engländers Herz undsein Blut erstarrte. Er stand da, wie eingewurzelt; undwie seine Augen unwillkührlich den Nebel durchdrangen,glaubte er (denn er war nicht gewiß, ob nicht seine Ein-bildungskraft ihm etwas vorspiegle), dämmernde, gespen-sterartige, aber riesenhafte Gestalten durch den Nebelschweben zu sehen; oder war es vielleicht der Nebel selbst,der seine Dämpfe zu solchen sich bewegenden, ungreif-baren, körperlosen Erscheinungen phantastisch gestaltete.Ein großer Maler des Alterthums soll in einem Gemäldedes Hades die Ungeheuer dargestellt haben, welche durchden geisterhaften Fluß der Todten gleiten, uud zwar s»kunstvoll, daß das Auge auf den ersten Blick erkannte,daß der Fluß selbst nur ein Gespenst sey, und die blutlosenWesen, seine Bewohner, kein Leben in stch haben, wie ihreGestalten mit dem todten Wasser verschwamme», bis beilängerem Hinschauen das Auge sie nicht mehr zu unter-scheiden vermochte von dem übernatürlichen Element,dessen Bewohner sie sehn sollten. So waren die bewegli-chen Umrisse, die durch den Nebel wogten und schwebten;aber ehe Glyndon auch nur geathmet hatte in dieserAtmosphäre denn sein Leben selbst schien erstarrt oderin eine Art schauerliche Verzückung verwandelt fühlteer stch an der Hand ergriffen und ward von diesem Zim-mer weg in das äußere geführt. Er hörte die Thüre