Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
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von einem Dichter an sich hatte, und mit einer Zu-vorkommenheit die ihn beim zweiten Zusammentref-fen mit neuen Bekanten sonst selten anwandelte,lud er den Studenten zum Frühstük im Gasthofein.

Nachdem dieses eingenommen war, zog unsreGesellschaft durch die Stadt nach dem wundervollenSchloß, das die Hauptzierde Heidelbergs bildet,und die edelste Trümmer deutscher Gröse ist.

Und als sie jezt, noch vor Ersteigung der Höhe,anhielten, blikte die prachtvolle Ruine, umgürtetvon ihren massiven Mauern und frei hervorsprin-genden Terrassen, an welche sich von Stelle zu Stelledas zwergartige, bunte Laub schmiegte, finster aufsie nieder. Im Hintergrund hob sie der gewaltigeBerg hoch empor, bis zum äußersten Gipfel mitdunkeln Bäumen bedekt, in seinem geheimnisvollenSchoß die Schattengestalten der Märchenwelt ver-schließend. Abergegen die Ruinen zu, aufdcm steilemAbhang, mag man einige zerstreute Schafe wahr-uehmen, wie sie in dünnen Gruppen sich gegen denunterbrochenen Boden hervorhebe». In der Höhe,über dem Bollwerk, steigt verödet und mächtig da»Schloß der Kurfürsten von der Pfalz empor. Ausseinen geborstenen Mauern kann man die Spurendes Blizcs verfolgen, der seine alte Pracht zerstörte,aber im gewaltigen Umfang der Masse immer nochein passendes Denkmal an die Zeit Karls des Gro-