Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
83
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wars in diesem Moment als hätte, selbst wenn derTod über sie hingegangen wäre, diese Umarmung siewieder ins Leben znrükrufen müssen.

Die Reise nach Mainz sezten sie theils znkand,thcils auf dem Fluß fort. Als sie eines Tages ansder Rükkehr von den rebenbekränzten Hügeln desJohannisbergs, des Beherrschers des ganzenRhcingaus, des schönsten Thals der Welt, zn Wassernach dem Städtchen Ellseld fuhren, bemerkteGertrud:

Dein Lieblingsdichtcr hat einen von Dir oftwiederholten Gedanken, den ich gleichwol nicht fürrichtig halten kann:

In der Natur liegt keine Trauer.""

Mir scheint cs eine gewisse Trauer sei unzer-trennlich von der Schönheit. Am svnnigsten Mit-tag zieht sich ein Gefühl von Einsamkeit und Stilledurch die Natur und haucht uns ans der Gloriedes Lebens heraus mit einem träumerischen, zartenSchmerz an. Woher Das?"

Ich weiß es nicht," entgegnete Trevylyangramvoll,-aber ich gestehe, daß Du Recht hast."

Es ist," fuhr die dichterische Gertrud fort,als spräche der Weltgeist zn uns aus dem Schwei-gen und erfüllte uns mit der Empfindung unsererSterblichkeit; ein Flüstern der in der Natur liegen-den Religion, welche die Erde stets mit Mahnungenan den Himmel z» verbinden sucht. Ach was wäreselbst die Liebe ohne eine» Himmel! eine ewige