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aus die schöne Wett unter sich hinab. Fern, zurLinken, lagen die glüklichen Inseln in der Umarmungdes Rheins, der sich durch die niedern, gekrümmtenAnger in der Umgebung von N i e d c r i n g e lh ci mund Mainz hinmindet. Weit berübcrschimmernd er-goß sich die Nah, vorüber am Mäusethnrm nndden das alterthümliche Bingen krönenden TrümmerndesKlopp, in den Hauptstrom. Dort erhoben sichzu beiden Seiten der Stadt der Rochus- nnd derRupertsberg, lezterer mit einer alten, trüb in derSonne stehenden Klosterruine*). Aber näher, un-terhalb des Tempels, gähnte, im Gegensaz mit allenandern Zügen der Landschaft, ein dunkler, zerrissenerSchlund herauf, umgürtet von hohen Ulmen undverwitternden Burgen, »in eigentliches Bild des Ab-grundes der Zeit — schwarz nnd ankerloS unterTrümmern und Verödung.
„Oft denk ich," sagte Gertrud, „wenn wirvor Gegenden wie diese hier beisammen sizcn, und derwirklichen Welt entrükt, nur den Zauber sehen,welche die Ferne dem Anblik leiht, — oft denk ichdann welche Wonne es dereinst sein werde uns dieseStunden zurükzurnfcn. Würdest Du mich je weni-ger lieben, so brauchte ich Dir blos zuznflüstcrn: „derRhein!" Werden dann nicht alle Empfindungenzurükkehren, die Du jezt für mich hast?"
*) Jezt ist an der Stelle dieser Ruine ein Gebäude fürdie prcusstschcMauth aufgcführt. Der Uebcrsczer.Bulwer's Romane XXIII. 6