Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
80
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füllte» Hoffnung und vielfarbige Träume; sie liebte,und noch lag für siederMorgenhanch aufdernnent-zauberten Erde. Der Himmel war für sie nichtder gemeine Himmel; die Welle batte eine eigen-thümiiche Musik für ihr Ohr und das flüsterndeLaub eine Anmuth die Niemand, dessen Herz nichtin der Liebe und dem Sinn für das Schöne sichbadet, durchzukören vermochte. Und so e> kantedann auch Trevylyan in späteren Jahren mit tieferDankbarkeit an, daß sie so wenig von ihrer Gefahrvoransempfnnden; daß die Natur für sie kein Grabes-dunkel angenommen; daß, nach dem griechischenAusdrnk,der Tod sie schlafend unter Blnmenfand.«

Nach wenigen Tagen trat eine jener in Ger-truden» Rrankhctt so häufigen Umkehrungen ein;Jugend und Freude verbündeten sich gegen die ein-Lrinqende Tyrannin und während der nächstenvierzehn Tage schien die Leidende noch einmal inner-halb der Hoffnungsgrenzen. Während dieser Zeitmachten die Wanderer verschiedene Ausflüge insRheingau und endigten ihre Reise im alten Heidel-berg.

Nachdem sie öines Morgens auf einer dieserExkursionen das Gehölz des Niederwalds durch-streift, gewannen sie jenen kleinen, feenhaftenTempel, der, leicht an der Stirn des Berges hangend,eine der schönsten Aussichten auf Erden beherrscht.Reben emander sizcnd schauten dle Liebenden hier