4ö
sonst lud ihn der Kaiserhof zu seinen Vergnügun-gen; umsonst hielt ihm das Feldlager das Verges-sen seines Ruhmes vor. Konnte er sich einem Ortentreissen, von wo er Morgens und Abends fern in'Thales Mitte das Dach sah, das Hildegard schirmte,und wo ihn jedes Gehölz, jeder Rasen an frühereTage erinnerte? Sein einsames Lehen, sein mit-ternächtlich Wachen, wunderbare Schristzüge in sei-nem Gemach brachten ihn nach und nach in denNus als befleiffe er sich der schwarzen Kunst, undder Menschenscheue ward nun von allen Menschengescheut. Aber lieblich war es wie von Zeit zuZeit das Gerücht von der zunehmenden HeiligkeitDerjenigen sprach, auf welche Jener seine lezten Erden-gedanken zusammengchänst. Sie wars, welche dieKranken heilte; sie wars welche den Armen wolthat; und der fromme Glaube jener Zeit brachtePilger von weiter Ferne zu den Altären, welchensie diente.
Viele Jahre nachher verwüstete eine Bandefrecher Räuber, die bisweilen zur Verheerung undPlünderung der Rheintbäler aus ihren Bergfestenbrach, und weder Geschlecht noch Alter, weder Burgnoch Hütte, ja selbst die Gotteshäuser nichtschonte, die Gegend von Bornhosen und fo-derte eine Brandschazung von dem Kloster. > DieAebtissiu, ans dem kühnen Geschlecht der Rüdes-heim er, wies die kirchenschänderische Federungznrük. Das Kloster wurde gestürmt; seine Dunst,