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lenke leisteten Widerstand; die Räuber, in Schläci>-tereien geübt, trugen den Sieg davon. Schon wa-ren sie daran, die Klosterthore zu brechen, als ander Spize einer kleinen aber inannhasten Schar einRitter vom Berg herab stürzte und dem Strom desGefechtes eine andere Richtung gab. Wohin seinSchwert blizte fiel ein Feind; wo sein Schlacht-ruf erklang war eine Luke von Todten im Gewühl.Der Sieg war gewonnen, das Kloster gerettet; dieAebtissin und die Nonnenschar kamen heraus, ihrenBefreier zu segnen. Unter eine alte Eiche gelegthatte er sich bereits dem Tod nah geblutet. SeinHaupt war entblöst, und seine Loken grau, dochnoch kaum von den Jahren. Nur Eine von derSchwesterschar crkante die hoheitvolle Stirn; Einetränkte seine vertrokneten Lippen; Eine hitlt desSterbenden Hand, und in Hildegards Gegenwartschied die treue Seele des lezten Herrn von Lieben-stein hinüber!
„Ach,« rief Gertrud durch ihre Thränen; „ge-wiß hast Du die Thatsachen entstellt, — gewiß —gewiß mnste es Hildegarden mit ihrem treuen Franen-herzen unmöglich gewesen sein, Otto mehr zu lie-ben als Walter."
»Mein Kind,"' bemerkte Vane, „so denkenFrauen wenn sie eine Liebesgeschichte lesen unddas ganze Herz vor sich blos gestellt sehen; aberso handeln sie im wirklichen Leben nicht — wo sieblos die Oberfläche des Karakters wahrnehmcn und