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gab dem Templer mit geballter Faust einen Streich:„zieh, Verräthcr, zieh!»
Einsam in seinem hohen Thurm sah Walterzu, wie die Nacht über den Himmel hereinzog undhielt gramvoll mit sich selbst Zwiesprache.
„Wozu," dacht' er, sind diese mächtigen Her-zenstriebe, diese Liebesfähiqkeit, dieses Schmachtennach Mitgefühl mir gegeben worden? Ungeliebtund »nbekant 'eh ich in mein Grab, und alle ed-lere Geheimnisse meines Busens bleiben für ewigverschleiert.»
Also sinnend horte er nicht den Anruf des Wär-ters auf der Mauer, noch das Ansricgel» des Thoresunten, noch die Fußtritte die Wendeltreppe heraus.Die Thür öffnete sich plözlich und Otto stand vorihm. „Komm," sprach er mit leiser Stimme, zit-ternd vor Math; „komm, ich will Dir zeigen, wasDein Herz erfreuen wird. Zwiefach ist Hildegardgerächt.»
Verwundert blikte Walter ans den Bruder,mit dem er nicht wieder zulammengetroffen seit siein Waffen ans Leben und Tod gegen einander ge-standen; er sah daß Ottos geg.>» ihn auegcstrckterArm von Blut tränfce, das Tropf' um Tropfe aufden Boden rieselte.
„Komm," sprach Otto, „folge mir; es ist meinelezte Bitte. Komm, um Hildegards willen, komm.»
Bei diesem Namen zögerte Walter nicht län-ger; er gürtete sein Schwert um und folgte dem