Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
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langweiliger Eheherr habe Verdacht geschöpft, nunso müssen wir eben ans einander. Der Kaiser hatmich vvn Frankfurt her entbieten lassen. Noch vorAbend kann ich auf dein Weg dabin sein!"

Und ich bliebe der Rache des Barbaren alleinhingegeben? Ist Das Deine Ritterschaft?"

Nein, schwaz nicht fv in die Quere!" erwi-derte der Templer.Sobald der Gegenstand seinesArgwohns fort ist, können Deine Weiberkniffe undgriechischen Ränke den eifersüchtigen Feind gewißmit leichter Mühe besänftigen. Kenn ich Dich nicht,Elycera? Kannst Du doch jeden Mann hinters Lichtführen nur keinen Templer."

Und Du, Grausamer, willst Du mich ver-lassen?" fragte weinend die Griechin."Wie soll ichleben ohne Dich?"

Der Templer lachte geringschäzend.Könnensolche Angcn je ohne einen Tröster weinen? Aberlebwol; man darf mich nicht fl>ei Dir finden. Mor-gen reis' ich nach Frankfurt ab; wir werden unsWiedersehen."

Sobald sich die Thür hinter dem Templer ge-schlossen, erhob sich die Griechin und sagte das Zim-mer durchschreitend:Selbstsüchtling, Selbstsüchtling;wie könnt' ich ihm jemals trauen? Indessen wagich nicht Otto allein entgegen zu treten. Gewißwar es sein Schritt, der uns bei unsrer gestrigenUnterredung störte. Ja, ich will fliehen. An einemBegleiter kann mirs nie fehlen."