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Zwek war erfüllt; lang und schmerzlich blikte fleder edeln Gestalt des Ritters vom Liebenstein nachund wandte sich dann mit einem leisen Seufzer znOtto: „Dies ist das leztemal daß wir ans ErdenZusammentreffen. Friede sei mit uns allen!"
Mit derselben majestätischen, gefasten Haltungtrat sie sofort wieder zn den Nonnen, und als dieseim alten feierlichen Zug nach dem Kloster zurük-wallten, war Niemand da, selbst den verhärtetenTempler mit gezält, der nicht das Knie wie Ottovor Hildegard hätte beugen mögen.
Noch einmal stürzte sich Dieser in den wildenBraus seiner Zeit. Die Gäste drängten sich inseinem Schloß, und Nacht um Nacht schienen dieerleuchteten Säle hinab gegen den ruhigen Rhein.Die Schönheit der Griechin, Ottos Neichthnm,des Templers Ruf zogen die ganze Ritterschaft vonnah und fern herbei. Nie hatten die Nheinnfereinen so gastlichen Herrn gesehen, wie den Rittervon Sternsels. Aber Trauer beherrschte ihn mittenin der Freude, und der laute Jubel war ihm nurals eine Zuflucht von der Rene willkommen. Baldjedoch mischte sich die Stimme Übeln Gerüchtes mitderjenigen des Neids über Ottos Herrlichkeit. Dieschone Griechin, hieß es, wende, des Gemals über-drüssig, ihr Lächeln sehr freigebig Andern zu; wasjung und schön, sei im Schloß stets hoch willkom-men, und vor Allem gebe sie sich kaum die Müheihre frevelhafte Liebe zu dem Templer vor der Welt