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neten wichen zur Seite, als Jene mit schleppendenGewändern nnd verschleierten Gesichtern bis inner-halb der Schranken vor drangen. In diesem Augen-blik trat Eine aus der Reibe der Nonnen und hieltim langsam hoheitvolle» Schritt nicht an bis siemitten zwischen den feindlichen Hrüdern stand.
„Walter," sprach sie mit hohler Stimme, dieseinen dunkeln Mntk erstarrte: „willst Du also DeineLiebe bekunden und Deine Pffegscbaftüber die eltern-lose Waise üben, die Dein Vater Deiner Obhut hinter-lassen hat? Soll ich Mord auf meiner Seele tragen?"
Bei dieser Frage hielt sie an, und Diejenigenwelche sie vernommen, schauderten in dumpfer Be-stürzung. „Den Mord eines Menschen durch dieHand seines eigenen Bruders? — Hinweg, Walterich Hefe hl es."
„Soll ich das Unrecht vergessen, daß Du erdul-det, Hildegard?" fragte Walter.
„Unrecht! cs vereinte mich mit Gott! es istvergeben, ist hinweg! Die Erde hat mich verstoßen,aber der Himmel hat mich in seine Arme genommen ;— soll ich murren über solchen Wechsel ? Und DichOtto" (hier wankte ihre Stimme) — „Dich, schlägtDich Dein Gewissen nicht? — willst Du mir denRaub meiner jugendlichen Hoffnungen dadurch er-sczen, daß Du mir die Zukunft verschließest? Un-selige die ich sein würde! — könnt ich auf Gnadeauf Tröstung hoffen, wenn Dein Bruder durch