Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
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Brautzug von Sternfels, voll Lust und Herrlichkeit,zog schnaubend auf die Jagd.

Am Abend trat ein Ritter in voller Rüstungin den Banketsaal von Sternsels, und foderte Ottovon Seiten Walters von Liebenstein zum Kampfauf Leben und Tod.

Selbst der Templer erschrak über eine so un-natürliche Ansfoderung; Otto aber bob den Hand-schuh erglühend auf, und Tag und Ort wurden be-sinnt. Unmnthig, mit sich selbst zerfallen, gerieft-er in eine wilde Freude; er sehnte sich die Empfin-dungen seiner Verzweiflung selbst am Bruder aus-znlasscn. Hatte er ja überdies in eifersüchtigem Her-zen diesem Bruder seine Tugenden und seinen Ruhmnie verziehe»!

Zur festgesezten Stunde erschienen die Brüderals Gegner. Walters Visier stand offen und dieganze ruhige Strenge seiner Seele war der Stirnausgeprägt. Otto, der lieber dem Arm als demAngesicht des Bruders entgcgentrat, hatte den Helmgeschloffen. Der Templer stand mit gekreuzten Armenneben ihm. Seinem menschenverachtendcn Gemüthmar solcher Auftritt ein Studium der Leidenschaf-ten. Kaum jedoch hatte die erste Trompete zumgrausamen Kampf geklungen, als eine neue Personauf den Schauplaz trat. Das Gerücht von einemso beispiellosen Ereigniß war auch nach KlosterBornhofen gedrungen; Zwei und Zwei kamendie Schwestern des heiligen Altars, und die Gewaff-