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scher Liebe wären im Herzen der Waise ans immervertroknet, und unerschütterlich ihr Entschluß. Sieriß sich aus seiueu Armen und da» Klosterthorknarrte harsch in sein Ohr.
Ein neues, strenges Gefühl nahm ihn sofortvöllig in Besiz. Von Natur mild und sanft nährteer, wenn einmal zum Zorn aufgcreizt, denselben mitder ganzen Kraft einer ruhigen Seele. HildegardsThränen, Schmerzen, die Schmach die sie erlitten,ihre Sanftmuth die nicht klagte, die Veränderungdie ihrem Gesicht bereits anfgedrükt war: Allesschrie laut zu ihm um Rache. „Sie ist eine Waise,"»sprach er bitter; „sie hat Niemand sie zu schüzen,ihr zu helfen, als Mich allein. Meines VatersPflichten für ihre verlassene Jugend gehen mit Rechtauf mich über. Was liegt daran ob ihr Beleidigermein Bruder ist? er ist ihr Feind. Hat er nichtihr Herz zermalmt? Hat erste nicht bis zum Grabdem Gram dahingegeben ? Und mit welchem Hohn!Ohne vorgängiges Wort, ohne Entschuldigung mitjubelnden Zechern vor dem Ohr, vor dem Ang derVerlobten die neue Hochzeitfeier zu durchfchwärmcn!Genug; die Zeit ist da wo nach seinen eigenen Wor-ten, „„Einer von uns Beiden fallen muß
Er zvg bei diesen Worten das Schwert halbans, stieß es heftig znrük in die Scheide und kehrtebeim nach seiner einsamen Burg. Der Ton vonRossen und Jagdhörnnn traf ihn am Thor; der