Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
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merkten daß sie heftig zitterte. Endlich stand sieans, ging langsam aber anmnthvoll auf die schöneGriechin zu und legte einen Blumenkranz neben sie.

Nur eine schlichte Gabe, hohe Frau," sprachdie Gestalt mit so sanfter Stimme, daß die rohestenGäste davon gerührt wurden;aber es ist Alleswas ich bieten kann und Ottos Braut darf nichtohne ein Geschenk aus meinen Händen bleiben.Mögt Ihr Beide glüklich sein!"

Mit diesem Wort wandte sich die Fremde undtrat still wie ein Schatten aus dem Saal.

Bringt die Fremde znrük!" ries die Griechin,von ihrem Staunen wieder zu sich kommend. Zwan-zig Gäste sprangen auf, ihr Gebot zu vollziehen.

Nein, nein!« entgegnete Otto und winktehastig mit der Hand.Rührt sie nicht an, schautihr nicht nach, so lieb Euch Euer Leben ist."

Die Griechin beugte sich, ihren Verdruß zubergen, über den Kranz, und die abgebrochene Hälfteeines Rings fiel heraus. Otto crkante denselbenaugenbliklich: es war die Hälfte des Ringes den ermit seiner Verlobten gebrochen. Ach er bedurftekeines solchen Zeichens , ihn zu vergewissern, daßdiese Gestalt voll so unaussprechlicher Anmuth, dieserührende Stimme, diese einfache, von so zartem!Ge-fühl zeugende Handlung, diese Gabe, dieser Glük-wunsch einzig auf die verlassene und verzeihendeHildegard deuteten!

Walter aber, allein in seinem einsamen Thurm,