Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

ZN

kreuzte,wir werden die Eulen heut Nacht zu dengriesgrämigen Thürmen von Liebenstein hinüber-scheuchen. Dein ernster Bruder, Otto, wird vielzu thun haben um sein Väschen zu trösten, wennsie sicht, was für ein lustig Leben sie mit Dir ge-führt haben wurde."

Armes Fräulein!" sprach die Griechin miterkünsteltem Mitleid.Ohne Zweifel versöhnt siesich jezt mit dem Verstoßenen. Ich höre es sei einRitter von stattlichem Ansehen!"

Still!" sagte Otto ernst und stürzte einengrosen Becher Weins hinunter.

Die Griechin biß sich in die Lippen und blikteLen Templer bedeutsam an, der den Blik znrnkgab.

Nur eine Schönheit wie die Deinige vermagmein Verfahren zn entschuldigen," bemerkte Ottogegen seine Braut gewandt, indem er ihr leiden-schaftlich ins Gesicht schaute.

Die Griechin lächelte.

Heiter schritt das Fest fort. Das Gelächter wardlauter, der Wein kreiste, als Ottos Ang auf einenGast am Ende der Tafel fiel, dessen Gestalt vonKopf zn Fuß verhüllt und dessen Antliz durch ei-nen dunkeln Schleier bedekt war.

Wirklich," sprach er laut,solcher Aufzugziemt sich kaum bei unserem Fest. Will der Fremdedie Gewogenheit haben sich zu enthüllen?"

Diese Worte wandten Aller Blike nach der Ge-stalt, lind Die welche derselben zunächst saßen be-