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Thurm seine einsame Lampe still über den mächti-gen Strom, und die einzige Erheiterung in seinerAbgeschiedenheit war die Gegenwart und der Gesangseiner sanften Muhme.
Monate vergingen als plözlich ein ungewisses,ängstliches Gerücht nach Schloß Liebenüein kam:„Otto kehre auf die Nachbarburg Sternftls zurük,aber nicht allein. Er bringe eine griechische Brautvon erstannenswürdiger Schönheit, ausgestattct mitfast königlichem Reichthum. " Hildegard war dieErste, von welcher das Gerücht als eine Lügebezeichnet wurde; Hildegard war bald die Einzige,welche dem Gerücht nicht glaubte.
Hell im sommerlichen Mittag glänzte ein Nei-terzug; weit den steilen Berg hinauf wand sich dieprächtige Schar ;Liebenstein's einsame Thürme hörtenden Wiederhall manchen Gelächters und den Rufdes Jubels. Otto führte seine Braut heim nachSchloß Sternfels.
Nachts war groses Banket in Ottos Schloß;von jedem Fenster schienen die Lichter und Musikertönte drinnen laut und endlos.
Neben Otto saß die Griechin, glänzend vonder Juwelenfülle des Morgenlands. Jvre dunkelnLoken, ihr blizend Aug, die gemalten Wangen undBrauen blendeten die Gäste. Zur Linken der Brautsaß der Templer.
„Beim heiligen Kruzifix," sprach der Templermuthwikig, obwol er sich bei diesen Worten be-