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„Ich wollte ich wüste was ich thun soll," «nt-gegnete Otto unentschlossen. »MeinBruder — Haisott er mich für immer ausstechen! — und Hilde-gard , wie wird fle sich zergriimen — sie die ihmum meinetwillen entsagt hat!"
„War Das Dein Fehler?" fragte der Templerheiter. „Noch oft mag Dirs begegnen, daß manDich einem Andern vorzieht. Wahrlich an solcherSünde hat das Gewissen eben nicht schwer zu tra-gen. Aber beschlaf die Sache jezt, Otto; die Augenwerden mir schwer."
Tags darauf kam Otto zu Hildegard und schlugihr vor, die Hochzeit solle seiner Abreise noch voran-gehen; er war aber so befangen, so gethcilt zwischenzwei Wünschen, daß Jene beleidigt, gekränkt, wer-lezt durch seine Kälte de» Vorschlag ohne Bedenkenzurükmies. Sie verließ ihn, damit er sie nicht wei-nen sähe, und dann — dann machte sie sich im Stil-len Vorwürfe über ihren gerechten Stolz!
Otto dagegen, sein Gewissen mit der Vorstel-lung zu beschwichtigen suchend daß nunmehr derganze Fehler auf ihrer Seite liege, betrieb jezt dieVorbereitungen zu seinem Abgang auf's Emstgste.Im Eifer den Bruder zu verdunkeln, reiste er nicht,wie Walter, allein und ohne Begleitung ab, sondernalle Pferde, Mannen und Gelder anfbietend, dieseine Herrschaft Sternfels, von welcher er bis jezt nochkeine Lehnspfficht gefedert, lieferte, begab er sich an