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sprach kein Wort weiter. Hildegards rührendeStimme ging ihm in die Seele; stillschweigend nahmer seinen Stuhl wieder ein; Hildegard trat aufiihnzn, lispelte sanft: „Handle als war ichniä't," undverließ die Halle, allein mit ihrem Herzen Zwie-sprache zn halten und zu weinen.
„Ich kann sie noch vor meinem Abgang heira-ten !" rief Otto plözlich, als er in jener Nacht mitdem Templer auf dessen Zimmer znsammensaß.
„Das ist wahr! aber Deine Gattin schon in derersten Woche verlassen — eine harte Probe!"
„Besser als daß ich Gefahr laufe sie nie dieMeinige zn nennen. Theure, gute, geliebte Hilde-gard !"
„Gewiß verdient sie Alles von Deiner Seite,und wirklich ist es bei Deinen Jahren und DeinemAenssern kein kleines Opfer für ewig auf jede Teil-nahme unter den edeln Jungfrauen zu verzichten,, dieDn finden wirst. Ach welche Augen werden vonden Balkoncn Konstantinopels aus Dich herab sehen,und auf die Kunde daß Du Otto der Vermalte seist,sich fürder gleicbgiltig abwenden. Ein Gatte ohneeine Gattin! Nein, Freund, so vieler Krieger dasKreuz auch bedarf, bin ich Dir doch zu gut um Dirnicht im Fall Du heiratest zu sagen: bleibe ruhigzu Haus und vergiß in der Jagd die Mühen desKriegs, welchen Dn um den Kampfplaz der Liebeärmer machen willst."