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vermöge, Diese eine neue Eroberung neben den vielenSiegen sein würde, die er selbst schon davongetragen. Listig schilderte er daher Otto die manig-achen Reize des heiligen Kriegs, und vor Allemversäumte er nicht mit glühenden Farben die Schön-heiten zu malen, die im funkelnden Morgenlanddie Ritter des Kreuzes mit verschwenderischer Gunstauszeichneten. Mitgaben, in den unergiebiger» Ge-birgsgegenden des Rheins noch unbekant, begleitetendie Hand dieser schönen Mädchen, und selbst eineFürstentochtcr würde als keine zu hohe Verbindungfür einen Helden angesehen, der sich Königreiche ge-winnen könne.
„Mir," sprach der Templer, „sind dergleichenAussichten auf ewig versagt. Aber Euch, wäret Ihrnicht bereits verlobt, welches Glük könnte Euch zuTheil werden!"
Durch dergleichen Unterredungen ward OttosEhrgeiz fortwährend aufgeregt. Sie halfen seinenMismuth über seine bisherige Unberühmtheit ver-stärken und den einzigen Trost, welchen dieselbe durchdie Unschuld und Liebe Hildegards bot, ihm zumEkel machen.
Eines Abends suchte ein Sänger im SchloßLicbenstein Echuz vor dem Ungewitter. Sein Be-such ward von dem alten Ritter freundlich ausge-nommen und er vergalt die empfangene Gastfreund-lichkeit durch Proben seiner Kunst. Er sang vonder Jagd, und der gewaltige Rüde fuhr vom Boden