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von Lezterem an Edelmuth übertroffcn wordenzu sein.
Die arme Hildegard aber, einmal ans Oliv alsihren fVerlodten hingewiesen, gab ihr Herz ganzseiner Beherrschung hin. Sein wilder Geist, seinednnkle Schönheit, sein keker Mnth gewannen undschrckten sie zugleich, und in der Launenhaftigkeitseiner Natur lagen jene ewigen Quellen der Hoff-nung und Furcht, welche die Borne nnruhvollerLiebe sind. Mit wachsendem Kummer sah sie dieVeränderung die über Ottos Gemüth hereinwuchs.Aber sie errieth die Ursache nicht. „Gewiß Hab ichihn mindestens nicht beleidigt!" dachte sie.
Unter Ottos Gefährten befand sich Einer, dereine besondere Gewalt über ihn besaß. Er gehörtedem geheimnisvollen Lemplerorden an, der einstso grose Herrschaft über die Menschengemuther aus-übte.
Eine starke, gefährliche Wunde, Folge eines Zwei-kampfs mit einem englischen Ritter, hatte den Templerin Frankfurt fest gehalten und gehindert sich demKreuzzng beizngesellen. Während der langsamenWiedergenesnng hatte er Freundschaft mit Ottogeschloffen und war, nachdem er sofort seinen Aufent-halt im Schloß Liebenstein genommen, von Hilde-gards Schönheit tief angeregt worden. Durch feinenEid an der Ehe gehindert, erlaubte er sich doppelteFreiheit in der Liebe und zweifelte nicht, daß fallser den jungen Ritter von seiner Brant abzuziehen