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allein aber nicht traurig, denn ihn trug das hoheHerz und mindestens war Hildegard glüklich, nachFrankfurt.
Die Stadt war voll Munterkeit und Leben; Was-fengeklirran jeder Eke, Geschmetter von Kriegstrom-peten, Wehen der Fahnen» Schimmern bebuschterHelme, Wiehern von Kchlachtrossen: — Alles ver-einigte sich das Blut aufzuregen, den Sinn zu ent-flammen. Sankt Bernhard hatte das Kreuzpanieran den Ufern des Rheins erhoben, und FrankfurtsStraßen bezeugten mit welchem Erfolg!
Noch an demselben Tag heftete fick Walter dasheilige Zeichen auf und ward unter die Ritter KaiserKourads eingereiht.
Wir müssen jezt einige Zeit als vorübergegangenannehmen, aber immer noch waren Otto und Hilde-gard nicl't getraut; denn in der ersten Glut derDankbarkeit für den Bruder hatte Otto de» Vaterund die Geliebte mit Walters Selbstbezwingung be-kant gemacht,! und das Fräulein , im tiefsten Herzengerührt, wollte nicht daß die Hochzeit sogleich statt-finde. „Möge ihm mindestens,« sprach sie, „nichtdurch voreilige Freude Schmach angetban, mvg ihmZeit gelassen werden, unter den stolzen Schönheitendie er in fernen Landen sehen wird, zu vergessendaß er einst Die geliebt, welche Du liebst, Otto.«
Der alte Retter billigte dieses Zartgefühl undselbst Otto unterfing sich in der ersten Uebcrwallungseiner Empfindungen für den Bruder keiner Gcgcn-Bulwer'S Romane XXUI. 2