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Er ist jung, tapfer und schön. Gott gebe daß erDeiner würdig sei, wenn Dn ihm den reichen SchazDeiner Neigung schenkst."
„Ich sah Otto seltener in meiner Kindheit,"crwiederte Hildegard ausweichend, „daher mag cskommen daß seine jezige Freundlichkeit mich mehrüberraschte, als die Deinige."
„Und Dn willst ihn also nicht abweisen? Dnwillst seine Braut sein?"
„Und Deine Schwester!" antwortete Hildegard.
„Gott segncDich,geliebte Mnbme! Einen Brnder-kuß und dann Lebewol. Otto mag Dir selbst danken."
Er küste ruhig ihre Stirn, ging hinweg undstürzte sich ins Dikig des Waldes. Dann erst — undnicht früher — ließ er seinen Gefühlen freien Lauf.Hatte Hildegard dieselben beobachten können, Otto'sBewerbung wäre verloren gewesen; denn so tief,so glühend ihr weiches, reines Herz den Jünglingliebte, war ihr doch Walters Glük nicht minder theuer.
Als der junge Ritter seine Fassung wieder ge-wonnen, ging er Otto anfznsnchen.
Er fand ihn im Wald allein, mit verschlungenenArme» an einen Baum gelehnt und trüb vor sichhinstarrend. Walters edles Gemüth ward durch desBruders Schmerz bewegt.
„Mntk gefast, Otto," rief er, „ich bring Dirkeine schlimme Zeitung; ich habe Hildegard gesehen—mit ihr gesprochen; — nein erschreke nicht: — sicliebt Dich! sie ist Dein!"