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aber Walter sammelte die Blumen die von des Fräu-leins zarter Hand berührt worden, und schob sie inden Busen.
Otto, den Dies verdross, bis; sich in die Lippenund wechselte die Farbe; endlich sagte er mit ge-zwungenem Lachen:
„Man wus; gestehen Bruder, das; Du die An-hänglichkeit an unsre schone Muhme ans einen Gradtreibst, den selbst Verwandschaft kaum zu rechtfer-tige» scheint."
„Es ist wahr," erwiedertc Walter ruhig, "ich bindurch.eine stärkere Liebe, als durch die Bande des Blutsaa sie gekettet"
„Wie?" rief Otto mit Ungestüm? „Du könn-test es wägen um Hildegard zu werben?"
„Wagen?" wiederholte Walter, indem seine farb-lv>e Wange noch tiefer erbleichte.
„Ja, ich habe das Wort ausgesprochen! WisseWalter, daß auch ich Hildegard liebe, daß auch ichsie zur Braut erkoren habe. Nie so lang ich einSchwert schwingen und die ritterlichen Sporentragen kann, wert,' ich einem Nebcnbulcr weichen.Selbst dann nicht," sezte er mit leiserer Stimmehinzu, „wenn dieser Nebenbuler mein Bruder seinsollte!"
Walter antwortete nicht; seine ganze Seeleschien erschüttert; er starrte den Bruder langund gedankenvoll an und mit abgewandtem Gesichtstieg er stillschweigend den Felsen hinab.