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Tritt »nd die Musik ihrer Worte ihm zum Will-kommen entgegen tonten.
Hildegard eilte zu ihrem Vormund, und dieJünglinge blieben allein.
Nichts konnte ungleicher sein, als Züge undKaraktere der beiden Brüder. Das kräftige Rothder Gesundheit färbte Otto's Wange; seine braunenAugen waren voll Feuer; dunkles Haar umwalltein kurzen Loken seine freie, offene Stirn; nie erstarbder Scherz ans seinen Lippen und sein Fuß hattedie Schwungkraft des Alpenjägers. Er war regenund kühnen Geistes; zeigte er auch manchmal denkeken Uebcrwuth der Jugend, so dachte er doch edel,und war er nicht jeder Zeit geneigt Reue über einenFehltritt bliken zu lassen, so war er es doch stetssich für einen Freund in Gefahr zu stürzen.
Walter, wenn gleich nicht minder kräftig alsder Bruder, war zärter gebaut. Langes blondesHaar, das Zeichen seiner nordischen Abkunft, be-schattete von beiden Seiten das bleiche Gesicht, des-sen sinnige Stille man fast schwermüthig nennenkonnte. Auch verließ dieser Ansdruk selten seineZüge, die übrigens regelmäßiger und edler alsdie Züge Ottos waren. Entschlossener noch alsder Bruder, war er minder heftig; tief fühlendhatte er nicht dessen wechselnde Laune.
Nachdem Hildegard die Brüder verlassen,schwiegen Beide still. Otto gürtete nachlässig seinSchwert, das er neben sich in's Gras gelegt hatte;