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der einen Kranz; hast Du denn nicht eine einzigeBlume für mich?"
Die schöne Waise (denn sie war schön, Gertrud,wie es der Heldin einer Geschichte die Dn zu hörenwünschest, geziemt; — muß sie in den Träumenmeiner Fantasie nicht Dein glänzendes Haar undsüßes Lächeln und das Blau Deiner Augen tragen,deren Sprache niemals schweigt? Vergib mir daßich der Heldin einer früher» Erzälung Deine Schön-heit versagt habe und erinnere Dich, daß ich ihrals Ersaz die Reize Deiner Seele geliehen,) — dieschöne Waise crröthete bis in die Stirn und suchteaus den Blumen auf ihrem Schos die frischestenRosen hervor, um sle für Walter zum Kranz zuwinden.
„Es wäre besser," bemerkte der muntere Otto,„meinem gesezten Bruder dieCypresse und Raute zuwälen; die heitre Rose taugt nicht für einen soernsthaften Ritter."
Hildegard hob den Finger verweisend empor.
„Laß ihn lachen, geliebtes Mühmchen," entgeg-nete Walter, während sein Blik leidenschaftlich ansihren beweglichen Zügen haftete, „und glaub mir,Hildegard, daß ein stiller Strom am tiefsten ist."
I» diesem Moment hörte mau die Stimme desalten Ritters, ihres Vaters, der laut nach dem Fräu-lein rief; denn immer wenn er von derJaqd heim-kehrte, verlangte ihn nach ihrer milden Nähe, unddie Halle dünkte ihm öd, wenn nicht ihr leichter