»och Baum als Schuz für mein Alter treiben wird.Einsam und allein werd ich in mein Grab gehen.O Orna, meine Schöne, meine Geliebte, Keineglich Dir und Deiner Liebe dank ich meinen Ruhmlind mein Leben! Wären doch um Deinetwillen, Dusüßes Vögelchen das in der dunkeln Höhle meinesHerzens nistete, — wären um Deinetwillen DeineBrüder erhalten worden, denn wahrlich mit meinemLeben hätt' ich das Deinige erkaufen mögen. Ach!erst nachdem ich Dich verloren, fand ich daß DeineLiebe mir theurer war als die Furcht der Andern!"lind Morvcn trauerte Nackt und Tag und Niemandvermockte ihn zu trösten«
Aber von dieser Zeit an gab er sich einzig denSorgen seines Berufs hin, und seine Natur undsein Herz und Alles was noch weich in ihm geblie-ben, wurde hart wie Stein, — und er war einMensch ohne Liebe und verbot den Priestern Liebeund Ehe.
Und in seinen spätcrn Jahren erhoben sich an-dere Scher, denn die Welt war weiser gewordeneben durch Morvens Weisheit; und Einig- sprachenzu sich selbst: „Siehe, Morven, des Hirten Sohn,ist ein König der Könige; Das haben die Sternefür ihren Diener gethan; wollen wir nicht auchDiener der Sterne sein?"
Und sie trugen schwarze Gewänder, wie Morven,und gingen umher verkündend was die Sterne ih-nen gesagt. Und Morven war höchlich ergrimmt,