Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

50

cingedrungen sein, eine der höchste» Tannen, derenewiges Grün anch im Winter das Schirmdach bot,das er suchte. Von ihren Zweigen gedekt spähteer sorgsam nach der Richtnug hin, von welcher dasGeräusch gekommen. Und cs kam es kam mitStampfen und Krachen und zermalmendem Trittaus die Reiser und das Blättergeflecht das den Bodendekte; es kam das Ungeheuer, das die Weltjczt nicht mehr sieht, der mächtige Mammuth desNordens! Langsam schritt er in seiner gewaltigenKraft vor und seine brennenden Augen snnkeltcndurch das Schartendnnkel; die offen stehenden Kinir-baken zeigten die Mahlzähne, womit er die jungenEiche» des Waldes zcrstnkte; und die langen Hauer,die sich bis zur Mitte seiner riesigen Glieder hinab-krnmmten, glänzten weiß und grauenhaft und er-starrten das Blut Dessen, der in der Folge einerder furchtbarsten Beherrscher der Menschen werdensollte.

Die geisterhaften Augen des Ungethüms fastendie Gestalt des Hirten selbst in der dichten Finster-niß der Tanne. Es stand still, es starrte ihn ander Rachen öffnete sich, und ein gedrnkter, tieferLaut, wie der erste Donner, schien dem SohnOsla'sder Ruf in ein grauenhaftes Grad. Nachdem dasThier ihn jedoch eine Zeit lang angestiert, ezte.esseinen schrekenvollen Weg von Neuem ruhig fort, dieZweige mit jedem Schritt zermalmend, bis der