Und auf solches Gespräch folgte noch süßeresSchweigen — das Schweigen,des eingefriedigten,überwallenden Herzens. Die lezten Stimmen derVogel; — di« im Westen langsam hinabsinkcndeSonne; — der Dnft des fallenden Thaus erfülltensie mit jener tiefen, geheimnisvollen Sympa:hiezwischen der Liebe und der Natur.
Nach einem solchen Schweigen — einem langenSchweigen, das blos einen Moment gedauert zu ha-ben schien — war es daß Trevylyan sprach undGertrud keine Antwort gab. Sehnsüchtig nach ihrersüßen Stimme wandt er sich um und sah daß sie inOhnmacht gesunken.
Dies war das erste Anzeichen zu welchem Gradihre zunehmende Schwäche gestiegen. TrevylyanSHerz stand still und fing hieraus stürmisch zu schlagenan. Tausend Aengste warfen sich auf ihn; erschloß die Geliebte in die Arme und trug sie ansoffene Fenster. Die untergehende Sonne fiel aufihr Gesicht; das Spiel einer jungen Lebensflamme,einer warmen Fantasie war von demselben ent-flohen und sichtbar traten ans der tiefen, stille»Ruhe die Zerstörungen der Krankheit Trepylyansdnrchborter Brust entgegen. O Gott' welche Em-pfindungen ! Sein Herz war wie ein Stein, aberer fühlte ein Brausen wie von einem Strom an denSchläfen; seine Augen dämmerten — er stand stumm'unter der Wucht seiner Verzweiflung-
In der lezten Woche hatte er Hoffnung für die