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in der Geschichte ihrer Liebe; von ihrem ersten Zu-sammentreffen; ihren ersten Eindrükeu; den kleinenVorfällen während ihrer heutigen Reise — Vorfälledie bloS von ihnen selbst bemerkt worden waren;von jenem Leben in dem Leben, wovon zwei Men-schen zusammen wissen — Einer ohne den Andernaber nichts weiß, und welches für Beide im Angen-blik aufhvrt, wo sie sich von einander trennen.
„Ich weiß nicht, wie die Liebe Anderer seinmag; sprach Gertrud „die unsrige aberscheint ver-schieden von jeder, von welcher ich gelesen. DieBücher erzälen uns von Eifersucht und Misdenlung,von der Notlnvendigkeit gelegentlicher Entfernung,der Süßigkeit eines Streits; wir aber, thenrer Al-bert, haben von solchen Abschnitten iu der Liebe keineErfahrung. Wir haben einander nie misverstandcn;wir können auf keine Wicderaussöhnung zurükblikeu.Wann' hatt' ich je Gelegenheit Dich um Vergebungzu bitten ? Unsere Liebe besteht blos aus einer ein-zigen Erinnerung — unnachlassender Freundlichkeit!— kein harter, kein verlezender Gedanke brach jeüber die Seligkeit herein, die wir empfunden habenund empfinden."
„Theure Gertrud," entgegnete Trevylyan,„von Dir erhält diese Beschaffenheit unserer Liebeihre Färbung. Du, die Zarte, Milde, bist fort undfort ihr Schuzgeist gewesen, und die Quelle warsauft und lauter, denn Dn warst die Nymphe diei» ihren Tiefen wohnte."