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Neuntes Kapitel.
Die Rhcingegenden crtsprcchcn dem Geist der deutschen Li-teratur. — Drachenfels.
Ueberbalb Kölns lvindct sich der Strom durchUfer, die das Verspreche» das uns der NauwRhein macht, immer noch nicht erfüllen; aber siewerden interessanter wenn man einmal Sürth undGodorf hinter sich hat. Der eigenthümlichc Ka-rakter des Flusses trit jedoch erst hervor, wenn all-Malig das Siebengebirg und vor Allem derDrachenfels vor dem Aug aufstcigen. Bei Nie-derkassel und Rheid liegen die Weingartendicht, wie grose Trauben bei einander, und vomUfer fleht man von Stelle zu Stelle Inseln ihrlanges grünes Erdreich hinziehen, und die überwal-lende Fluth brechen. Dorf steigt an Dorf empor,und so von der Ferne gesehen dringen die lieblichenTäuschungen eines Land- und Hirtenlebens voll undmächtig auf uns ein. So still scheinen diese Dörf-chen, so geborgen vor den Leidenschaften der Welt,— als ob die Leidenschaften nicht den Winden gli-
den Boden entlehnt. Dem Verfasser schien sie würdig,auf den englischen verpflanzt zu we den, obwol erfürchtet sie dürste auf diesem Weg einen grosen Theilihrer ursprünglichen Schönheit verloren haben.