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„Das ist unmöglich/' erwiederte sie, „denn meinVater last mich blos in seiner Gegenwart von derKette, und daun darf ich mich nicht ans seinem Ge-sicht entfernen."
„Der Elende!" rief Reineke." „Was ist zuthun?"
„Ich weiß nur Einen Ausweg, und zwar diesen:Ich bereite ihm immer seine Fleischbrühe; könnteich was hineinmischcn, das ihn in einen feste» Ecblafversenkte, eh er Zeit hätte mich wieder anzuketten,so schlich ich mich leicht hinunter und nähme denganzen Scbaz drunten auf meinem Rnken mit."
„Herrlich! Wie erfinderisch, wie scharsinnig!Gleich will ich fort und einige Mohnköpfe herschaffcn."
„Ach! Mohn hat keine Wirkung anf Greifen;das Einzige was den Vater in einen festen Schlafzu bringen vermochte, wäre eine hübsche junge Kaze,die ich idm in der Fleischbrühe kochen würde. Esist erstaunlich welchen Zauber Das auf ihn ans-übt. Alber woher eine Kaze bekommen? zudem mußsie noch Jungfer sein!"
Reineke kam über ein so seltsames Opiat einWenig ausser Fassung.
„Indessen," dachte er, „Greisen sind nicht wiedie übrige Welt und eine so reiche Erbin ist nichtdurch gewöhnliche Mittel zu gewinnen."
„Ich kenne," sprach er nach kurzem Bedenken,„eine jnngserliche Kaze, aber ich empfinde einigesWiderstreben bei dem Gedanken daß sie in der Fleisch-