Druckschrift 
2 (1834)
Entstehung
Seite
86
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Ach!" erwicderte die Greifin,mit einer nr-gehenren Kette bin ich gebunden. Glcichwol konntenSie immer hereinkommen; wir sprächen da sicherermit einander."

Der Fuchs schaute vorsichtig rings umher, undda er nirgends eine Spur des Greifen gewahrwurde, trat'er in die untere Höhle und schlich sichvon da die Treppe hinauf in das obere Geschost.Im Vornbergehen bemerkte er nnermesliche Hansenvon Gold und Edelsteinen, so daß der alte Greifwol mit Recht darüber gelacht haben mochte, alsman die arme Kaze eineErbin" nannte. Solchuntrügliche Zeichen des Rcichthnms vergnügten denFuchs sehr, und er betrat den ober» Stok mit demEntschluß von den Reizen der Greifin ausser sichgesezt zu werden.

Allein zwischen dem Treppenende und dem Ort,wo die junge Dame angekettet saß, klaffte eine groseSpalte und er fand das Hinüberkommen unmöglich.Die Höhle war dunkel, doch erblikte er genug vonder Gestalt der Greifin um troz ihrem Unterrvk zuentdeken, daß sie wirklich das Abbild des Vatersund die scheuslichste Erbin war, welche die Erdeje gesehen.

Gleichwol würgte er seinen Ekel hinunter undergoß sich in einen solchen Strom von Schmeicheleien,daß die Greifin gänzlich gewonnen schien. Er be-schwor sie mit ihm zu entfliehen, sobald sie losge-kettet wäre.