eine einzige Stimme schien nicht in die allgemeineStille eingelullt zu sein; cs war die Stimme einesMädchens, tiefortfuhr mit durchdringendem Ton zurufen:
„O Adenheim, Udenheim, tranre nicht um dieVerlorene!"
Der Engel schlug Saite um Saite an, bis dieKnust seiner Melodien erschöpft war, aber immernoch rief jene einzige Stimme achtlos, ja nnbewustder süßesten Harfe im Kor der Engel:
„O Atenheim, Adenheim, tranre nicht um dieVerlorene!"
Seralims Theilnahme ward erregt. Er nähertesich dem Ort, von welchem die Stimme kam undsah die Seele eines schönen jungen Mädchens an ei-nen Felsen gekettet, während die Dämonen muffigdaneben lagen. Seralim fragte die Dämonen : „Hatder Gesang Euch auch zur Ruhe gewiegt?"
Sie erwiederteu: „Ihr Schmerz um eine» An-dern ist bitterer, denn all unsere Martern; darumfeiern wir."
Da trat der Engel zu der Seele und fragte mit ei-ner Stimme, die ihr Angstgeschrei znm Schweige»brachte, — denn in welchem Zustand würden wirunempfänglich für das Mitgefühl eines Andern? —„Warum o Tochter der Erde erhebst Dn fort undfort den gleichen Zammerrnf? weshalb hat die Harfe,welche die Sündigsten unter Deinen Gefährten zurRuhe bringt, keine Melodie für Dich?"