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für ihre Sünden bestraft werde». Erlaub mir siezuweilen zu besuchen und ihre Leiden durch die Hym-nen der Harfe zu tröste», die Dir geweiht ist"
Und die Stimme erwiedertc:
„Dein Gebet ist erhört, Mildester unter denEngeln; es ward gut erfunden vor Dem welchernur aus Liebe züchtiget. Geh, Dein Wille geschehe!"
Da sang der Engel das Lob Gottes und als seinSaug vorüber erhob er sich von seinem azurnenStuhl zur Rechten Gabriels, entfaltete seine Re-genbogenschwingen und flog nach jenem düster» Sternwelcher, der Erde am nächsten , vom Schrei der Seelenwiedertönt, die durch Qualen gereinigt werden. DieUngli klichen sehen dort von fern die stralenden Ge-filde, die sie später einuehmcn werden, und die glor-reichen Gestalten, die, frisch gebadet in den Brun-ne» der Unsterblichkeit, in den Gärten des Paradie-ses wandeln. Sie fühlen, daß auf das selige Heutderselben kein trübes Morgen folgt. Dieser Ge-danke tröstet sie in ihren Qualen und bildet denwahren Unterschied zwischen Hölle und Fcgfeuer.
Sofort senkte der Engel seine Schwingen undnachdem er durch die krystalleneu Pforten getretensezte er sich auf einen verwitterten Feisen und rührtedie göttliche Leier. Und ein Frieden kam über d,eLeidenden; der Dämon hörte mit seinen Martern,das Opfer in seinem Jammer auf. Was der Schlafden Trauernden auf. Erden, daS- war der Gesangdes Engels den Seelen des läuternden Sterns. NurBiilwer'L Romane XXI. 5