Druckschrift 
2 (1834)
Entstehung
Seite
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der verehrte» Reste überzeugt sind- kniete» vor demGrab. Jene hielten ihre Schritte an, um nicht ineiner Andacht zu stören, die wenn sie sich mit Ge«beten zufrieden gibt und keine Verfolgung ansnbt,in ihrem Wahn nie ohne etwas Heiliges ist. Nochimmer, nimmt man an , geben die Gebeine der Wei-sen dem Grab seine Weihe und an dem obernTheil des Monumentes hat der Künstler ihre Anbe-tung vor dem Jesuskind dargestellt.

Mit stiller ruhiger Schönheit nahte der Abend,und als sich die Sonne znm Untergang neigte lics-scn dic Wanderer ihre Barke zu einer Lustfahrt von einbis zwei Stunden vom Land stoßen. Gertrud befandsich in jener glüklichen Stimmung worin die Ruheder Natur wie ein Bad für die Seele genossen wird,und die Gegenwart Dessen, welcher der Gott ihrerirdischen Laufbahn war, erhob diese Stille zu einemnoch köstlichen-, durchgreifender» Frieden. Nicht ah-uere ihr als das Boot über das Wasser hinglitt unddie Thürme von Köln in die blaue Abendluft cmpor-stiegen, wie wenige Stunden zwischen ihr und demGrab lagen! indessen wie süß ist beim Zurükblik aufdas Leben einer geliebten Person der Gedanke, daßihre leztcn Tage Tage des Lichtes gewesen, daß dieSchönheit der sinkenden Sonne nie durch eineWolke verdüstert worden, und daß wenn die Zeit ih-res sterblichen Daseins kurz war, Alles was dieses Da-sein Zartes und Heiliges hat, in diesen kurzen Raum sichdrängte! Nichts Dunkles oder Bittere- schläft dann ne-