Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
94
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der Blindheit kehrten alle Gefühle zurük, die siezum erstenmal in St. Amands einsamer Brust er-ivekt hatte; wieder lauschte er ans ihren Trittwieder vermiete er sie, wenn sie nur eine Minutevon seiner Seite entfernt warwieder verscheuchteihre Stimme die Schatten vvn seiner Stirn undin ihrer Gegenwart fühlte er Schnz und Sonnen-schein. Nicht länger klagte er um das Gut das erverloren; er versöhnte sich mit dem Schiksal undjene heitere Stimmung, welche die Blinden in derRegel bezeichnet, kam über ihn. Vielleicht daßwenn wir die wirkliche Welt einmal gesehen und ihreleeren Freuden erprobt haben, wir geeigneter sind, ihrenVerlust zu ertragen, und wie das klösterliche Haus, wel-ches das Feuer unserer Jugend zurükhält, zueiner lieblichen Erinnerung wird, so verliert dieFinsternis; ihre Schrcken, wenn Erfahrung »ns mitdem blendenden Glanz und den Mühen des Tagesbekannt gemacht hat. Ueberdies trug cs zuseinem Glük bei, das; er mit vorrükcndem Alterdie Nothwendigkeit, die ihn an Lueilien fesselte,täglich zunehmeu suhlte, und somit im überströmen-den Herzen die Süßigkeit der vermehrten Dankbar-leir empfand; es trug zu seinem Glük bei, Laßrr die Jahre diese offene Stirn nicht mit Furche»beziehen, die Zartheit dieses rührenden Lächelns nulltHüben sah; daß Lucilie für ihn ausser dem Bereichder Zeit stand und ihm bis znm Rand des Grabesbas Beide wenige Tage nach einander aumahm,)