Einleitung
An die Ideale.
I.
Gleich der Najade in der Griechen TräumenWohnt unsichtbar ein Kind der PoesieIn unsrer Lcbensfluthen dunkeln, Strom —
Oer Seele Nymphe, unsres Tages Botin;
Sie last den Strom in Melodieen fliesen ,
Sie macht de» Sturm der Satte untcrthan,
Last Tempes Veilchen um die Zelle sprossen.
Wo still der Mond dem grünen Rasen kost;
Das Ideal im tiefen Born der WahrheitHaucht sie um Alles jugendliche Klarheit.
II.
Ein Engel ob der dunkeln, blinden ErdeDer uns in bleicher Höh die Heimat zeigt, —Besiegerin der Zeit und Angst, entstammst duDem Morgen; und die menschgewordne Liebe,Dieselbe Macht, die einst in Galiläa,
Als mit der grimmen Sec das Schifflcin rang,Auf zornges Dunkel milde Stille goßUnd schweigen hieß der Tiefe wllden Aufruhr, —Sie ist dir nah mit Hellen Sonncnbliken,
Zu lächeln in den Sturm, die Nächte zu erguiken.