Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
95
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in der vollen Blüte ihrer unverwelklichen Zärtlich-keit in der ganzen Frische einer nie alterndenSeele erhalten ward.

Gertrud, die Trevylyans Geschichte mit tausendangelegenen Fragen und tausend lieblichen Ent-schuldigungen über die Unterbrechung unterbrochenhatte, war entzükt über eine Geschichte, in welchertreue Liebe zulezt glüklich wird, vbwol sie demHelden derselben seine Undankbarkeit nicht vergebenkonnte und mit kritischem Schütteln des Köpfchenserklärte,es erscheine sehr unnatürlich, daß vonSeiten Juliens die blose Schönheit oder von SeitenLuciliens der blose Mangel derselben einen solche»C'indrnk auf St Amand habe Hervorbringen können,wenn während seiner ersten Blindheit Lueilie wirk-lich von ihm geliebt worden sei."

Als man durch Mecheln kam, gewann die Stadtin Gertruds Auge» eine Bedeutung, worauf sie ansich selbst kaum Anspruch machen konnte. Nachdenk-lich überschaute sie den breiten Marktplaz, in desseneiner Eke eine von jenen stillen, beschaulichenGrup-pen vor der Hausthür" saß, welche die niederländi-sche Kunst vom Alltäglichen znm Malerischen er-hoben hat, und als sie sofort eine» Vlik auf de»Stemboldi-Thurm warf, war ihrs als vernähme siel» der Mittagsstille noch immer den Klageruf de»verwaisten Blinden:Fido, Fido, warum hast Dumich verlassen?"