Druckschrift 
1 (1834)
Entstehung
Seite
91
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deren Unglük an eine so wolbckannte Saite in ihremHerzen schlug.

Ihr Vater war gestorben und nur die Mutterhatte sie in den Unbequemlichkeiten des Alters nochzn pflegen- Als sie eines Abends bei der Arbeit bei-sammen saßen, bob Madame Le Tiffeur nach eini-nigem Stillschweigen an:

Ich wollte, liebe Lucilie, Dn kiestest Dich zurHeirat mit Justin bewegen; er liebt Dich von Her-zen, und eben jezt wo Du noch jung bist »nd vieleJahre vor Dir hast, solltest Du Dich erinnern, daßDu nach meinem Tod allein stehen wirst,"

Höre aus, theuerste Mutter; zu heiraten ver-mag ich nie mehr, und was die Liebe anlangt, sokann ich einmal durch die harte Schule gegangen,worin ich mich selbst kennen lernte mich hierübernie wieder täuschen."

Lucilie, Du kennst Dich selbst nichtnie wurbrein Mädchen geliebt, wenn Justin Dich nicht liebt;,und nie empfand ein Mann die Redlichkeit seinerLiebe mit mehr Wärme."

Dies war nicht unrichtig und galt fiiiait bloSin Bezug ans Justin; Luciliens bescheidene Tugen-den, ibrc freundliche Sinnesart und eine bewegliche,mädchenhafte Amnnth in all ihren Bewegungen hat-ten ihr so viele Siege eingetragen, als wäre sicschön gewesen. Allein mit Schauder hatte sie jedenHeiratsantrag znrukgewicsen, ohne daß sich auch